brain comes to life
Anonym fragte: Könntest du bitte deine to-do-Liste hier veröffentlichen?
Wenn dich das so brennend interessiert, dass du jeden Tag wieder fragst: Natürlich :D
Hier ist sie:
To-do-Liste für 2013
1. Bei McDonalds einen McDreamy zum Mitnehmen bestellen,
2. Mich bei wildfremden Leuten entschuldigen, dass ich anderen Leuten den falschen Weg gewiesen habe,
3. Mit einem Kinderkarussell fahren,
4. Mindestens eine Nacht im Freien verbringen,
5. Einen Döner als Geschenk einpacken lassen,
6. Einen Zaubertrick lernen,
7. Spontan verreisen,
8. Einen Drachen selber bauen und steigen lassen,
9. Etwas für mich wertvolles zertrümmern,
10. Ein Lagerfeuer machen,
11. Ein Lied schreiben,
12. In ein Taxi springen und rufen: „FOLGEN SIE DEM WAGEN DA!!“
13. Einen Schneeball in der Kühltruhe aufbewahren und jemanden im Sommer damit abwerfen,
14. Ein Autokino besuchen,
15. Im Regen barfuß spazieren gehen,
16. Eine Woche auf Facebook UND Handy verzichten,
17. Sich die Zukunft vorher sagen lassen,
18. Einem altem Menschen über die Straße helfen,
19. Eine Flaschenpost verschicken,
20. Eine Oper ansehen,
21. Verrückte Bilder in einem Fotoautomaten machen,
22. Jemand Fremden umarmen,
23. Auf die Straße gehen und Musik machen,
24. Eine mehrstündige Wandertour machen und
25. Das Kind in mir nicht verlieren.
Bei der Bekämpfung der Langeweile durch das allseits bekannte Internetz bin ich mal wieder auf eine interessante Seite gestoßen, welche sich mit dem Thema “Was ist Liebe” beschäftigt. Dort wird nicht versucht die Liebe Wissenschaftlich zu betrachten, sondern man hat das Einfachste und (meiner Meinung nach) Wunderbarste gemacht was möglich war. Man hat Kinder danach gefragt.
Jetzt mal ernsthaft: Wer antwortet auf Fragen ehrlicher als Kinder?
Klar nichts davon ist wissenschaftlich oder auch nur im Ansatz logisch, aber wer ist im Zustand der Liebe, bzw. des verliebt Seins logisch? Es gibt Sachen die SOLLTE man nicht versuchen mit Logik und Verstand zu erklären und die Liebe steht auf der Liste dieser Dinge an erster Stelle.
Ich habe mich in vielen dieser Zitate wiedergefunden und musste teilweise echt lachen wie absurd zutreffend die Kleinen das beschreiben. Und wieder einmal wünsche ich mir die Welt wieder etwas mehr mit den Augen eines Kindes zu sehen.
(Leider werden auf der Seite keine Quellen angegeben, aber ich vertraue dem Verfasser jetzt einfach mal und sage, dass sich so etwas wirklich nur Kinder ausdenken können)
Als meine Oma Arthritis bekam, konnte sie sich nicht mehr bücken, um ihre Fußnägel zu lackieren. Mein Opa macht es jetzt immer, sogar als auch er Arthritis in seinen Händen bekam. Das ist Liebe.
(Rebecca, 8 Jahre)
{Wow. Einfach nur: “Wow!”}
Liebe ist, wenn ein Mädchen Parfum benutzt und ein Junge Rasierwasser, und dann gehen sie weg und beschnuppern sich.
(Karl, 5 Jahre)
{Da gibt es nichts mehr hinzuzufügen *___*}
Liebe ist, wenn du mit jemandem zum Essen ausgehst und du die meisten deiner Pommes Frites hergibst, ohne dass sie dir welche von ihren geben müssen.
(Chrissy, 6 Jahre)
{Von mir aus auch alle Fritten :D}
Liebe ist, wenn Mutti Kaffee macht für Vati und dann probiert, ob der Kaffee auch gut genug ist, bevor sie ihn serviert.
(Danny, 7 Jahre)
{Würde ich genauso machen}
Liebe ist, wenn du einem Typen sagst, dass du sein Hemd toll findest, und er es dann jeden Tag an hat.
(Noelle, 7 Jahre)
{Haha! Ohhh jaa! Eindeutig :)}
Wenn Mama dem Vati das beste Stück vom Hähnchen gibt, das ist Liebe.
(Elaine, 5 Jahre)
{Es müssen ja nicht immer die Sterne sein}
Wenn du jemanden liebst, klimperst du mit deinen Wimpern ganz wild, und kleine Sterne kommen aus dir heraus
(Karen, 7 Jahre)
{Eine wirklich tolle Vorstellung ^^}
Man sollte ‘Ich liebe dich’ wirklich nur sagen, wenn man es auch wirklich meint, aber wenn man es wirklich meint, sollte man es ganz oft sagen, Leute sind vergesslich.
(Jessika, 8 Jahre)
{Ganz meiner Meinung}
-pir0
(Quelle: changenow.de)
Ich stehe am Rand eines Abgrundes. Nicht irgendein Abgrund, nein, das wäre zu simpel. Es ist die Kante des höchsten Gebäudes in meiner Stadt, zumindest glaube ich das, aber es ist auch egal, denn man hat zumindest eine super Aussicht.
Es ist schön hier, so friedlich, ruhig. Die Vögel zwitschern, eine leichte Brise ist zu spüren und die Sonne versinkt in einem Meer aus Rot und Gold. Was will man mehr? Ich bin zu hoch oben als das man den Straßenlärm von unten hören könnte und die ganze Hektik des Alltages habe ich beim Gang hier hoch hinter mir gelassen, wie unnötiges Gepäck. Ich fühle mich… leicht.
Zu leicht. Auf einmal zerreißt ein lautes Rauschen die Stille, welches eine kräftige Böe ankündigte. Sie traf mich Sekundenbruchteile später mit unerwarteter Wucht, wirft mich in die Höhe, wie es eine Katze mit einem Wollknäuel macht und befördert mich über den Rand des Hauses, um mich dann fallen zu lassen.
Ich schreie, aber kein Laut verlässt meine Kehle oder es ist durch das Geräusch des Fallens einfach nicht zu hören. Ich bin taub und blind, will meine Augen nicht öffnen, aus Angst den näher kommenden Boden zu sehen, mitzukriegen wie das Ende unaufhaltsam näher kam.
Und dann sind sie da… Die berühmten Bilder vor dem inneren Auge. Erinnerungen an längst vergangene Tage. Alle auf einmal und doch jedes so klar und scharf, das ich jedes Detail erkennen kann.
Da ist mein erster Schultag. Ich mit einer Schultüte die fast genauso groß ist wie ich. Freudig gehe ich in die Räumlichkeiten in der Erwartung neue Freunde zu finden. Die Freude über die ersten guten Noten, die Trauer über den ersten Misserfolg.
Das eine Weihnachtsfest, bei dem ich krank im Bett lag und mich darüber ärgerte den Weihnachtsmann zu verpassen. Das eine Mal wo der Osterhase die Schokolade auf dem höchsten Schrank versteckt hat und ich sie trotzdem gefunden habe. Der Geburtstag an dem es eine Überraschungsfeier für mich gab, mit der ich nicht gerechnet hatte.
Das erste Mal richtig verknallt sein, so mit Schmetterlingen im Bauch, das Gefühl unbesiegbar zu sein. Das erste Date, bei dem man nicht wusste was man anziehen sollte, das gute Gefühl des ersten Kusses, der bei dem der ganze Körper vor Aufregung bebt. Dann der erste Streit, das erste Mal Schluss.
Bilder vom Beenden der Schule mit großer Feier. Die Freude eine Ausbildung machen zu können, zum ersten Mal eigenes Geld zu verdienen, selbst entscheiden zu können was man mit dem vielen Geld macht.
Das und so viel mehr… aber was ist das? Da ist etwas was ich nicht kenne. Da stehe ich im Anzug, neben mir eine Frau in langem Kleid und wir laufen einen Gang zwischen Bänken entlang, während im Hintergrund festliche Musik läuft.
Dann noch ein anderes Bild im Krankenhaus. Mir fehlt nichts. Im Gegenteil ich sehe fröhlich aus, lache scheinbar. Ich halte ein Bündel in den Armen. Das Weinen eines Kindes.
Wieder ein anderes. Ich… Nein! Wir stehen am Flughafen, verabschieden uns, Trauer liegt in der Luft. Danach: Ich im Flugzeug… lachend. neben mir meine Freunde. Wir quatschen über alte Zeiten.
Es geht weiter mit einer Geburtstagsparty, nicht erkennbar von wem. Alle sind da. Familie, Freunde und Bekannte. Ein paar unbekannte Gesichter sind auch dabei. Ist es meine Feier?
Wie kann das sein? Was ist das? Ist das etwa…
Ich öffne die Augen. Sehe den Boden in rasender Geschwindigkeit näher kommen. Gleich ist es soweit. Gleich ist alles vorbei. Gleich. JETZT!!
Und ich wache auf. Mein Herz hämmert wie wild und Schweißperlen stehen auf meiner Stirn. Im Schreck habe ich mich aufgesetzt und mir den Fuß am Schrank, welcher eigentlich am Kopfende meines Bettes steht, angehauen. Ein leichter Schmerz, den ich leicht ignorieren kann. Scheinbar hatte ich mich im Schlaf einmal komplett gedreht.
„Ein Traum. Nur ein Traum.“ Langsam komme ich wieder runter, lasse mich in meine Kissen sinken und lasse den Traum noch einmal Revue passieren. Schlafen kann ich nach dem Schreck sowieso nicht mehr so schnell, also verbringe ich den Rest der Nacht in Erinnerungen.
Erinnerungen an Sachen die noch gar nicht passiert sind, welche mir aber ein Ziel vor Augen halten, welches es zu erreichen gibt. Der Traum ein Leben zu leben, mit guten und mit schlechten Zeiten. Der Traum auf ein Leben mit Erinnerungen auf die ich am Ende stolz bin.
-pir0
Sooo nach der eher hektischen und zeitraubenden Weihnachtszeit werde ich wieder etwas produktiver. Einiges ist in Arbeit, Anderes ist schon fertiggestellt und wartet nur noch auf den Startschuss.
Dies soll aber gar nicht der Grund für diesen Post sein. Der eigentliche Grund ist ein kleines Projekt, welches ich mit einem guten Freund und ebenfalls fleißigem Tumblrer velvet-curse starten möchte. Dabei geht es darum das wir uns beide an jedem Mittwoch ein Ziel setzen (z. B. eine Kurzgeschichte über ein festgelegtes Thema oder ein Gedicht von einer bestimmten Länge), welches wir dann eine Woche später (d.h. wieder am Mittwoch) in unseren Blog veröffentlichen. Dabei sind wir für Vorschläge was wir machen könnten immer offen.
Ziel des Ganzen soll sein, durch das gemeinsame Posten über das gleiche Thema, nicht nur einen konstanten Postingfluss zu erzeugen, sondern auch durch den kleinen Wettkampf die Qualität zu halten oder eventuell zu steigern. Damit nicht einer einfach von uns an einem Mittwoch sagt: „Hmm.. Ich habe keine Lust gehabt und setze die Woche aus“ kommt zu dem Ehrgeiz den wir beide besitzen auch noch eine kleine Wette im Hintergrund, welche ich hier aber nicht so genau erläutern werde (Stichwort: Ohrfeigenwette ;D)
Außerdem sei hinzuzufügen dass das ganze Projekt eigentlich schon früher hätte starten sollen, nämlich vor zwei Wochen, welches velvet-curse auch dort begonnen hat. Da ich aber aufgrund unvorhersehbarer familiärer Umstände nicht dazu in der Lage war. starte ich jetzt an diesem Mittwoch (Woche 3) durch.
Für alle die dieses Projekt verfolgen wollen hier auch noch der Link zum Blog von velvet-curse (http://velvet-curse.tumblr.com/)
Bis morgen dann
-pir0
Tik. Tak. Tik. Tak. Tik.
Die Uhr tickt immer weiter, jede Sekunde die vergeht ein Moment weniger in unserem Leben den man nie wieder zurück kriegt, denn die Zeit lässt sich nicht anhalten, nicht zurückdrehen und auch nicht vorspulen. Je mehr wir versuchen einen Moment festzuhalten umso schneller entweicht er uns und je mehr wir versuchen die Zeit „tot zu schlagen“ umso langsamer vergeht sie. Zumindest fühlen wir das, denn in Wirklichkeit dehnt die Zeit sich nicht mit Langeweile und sie zieht sich auch nicht zusammen, wenn wir spaß haben. Sie tickt immer weiter, Sekunde für Sekunde. Das Metronom unseres Daseins, der Taktgeber jeden Herzschlags.
Poch. Poch. Poch. Poch.
In stillen Momenten, wenn man genau hinhört, kann man das Rauschen des Blutes in den Ohren hören und damit auch das Schlagen des Herzens. Wegen dieses Rauschens können viele die absolute Stille nicht leiden. Sie empfinden es als unangenehm, dabei ist es das pure Leben was sie dort hören. Das Herz ein Lebensspender mit Verfallsdatum, einer begrenzten Anzahl von Schlägen. Wir können es mit Freude fast zum Platzen bringen und in Schreckmomenten scheint es kurz auszusetzen. Wenn wir traurig sind scheint es zu schmerzen, wenn wir lieben ist es am Rasen, aber es arbeitet immer weiter. Zuverlässig bis zum Schluss. Treibt uns voran.
Schritt um Schritt um Schritt.
Gehen, wohin man will, mit einfachen Schritten, vollkommen automatisiert. Keinen Gedanken verschwenden wir daran wie kompliziert das ist was wir da eigentlich tun, was für ein Kunststück das ist. Das Geräusch von tapsenden Kinderfüßchen, das Klackern von hohen Absätzen auf Parkett, das Donnern des Gleichschrittes von einem Heer auf Asphalt. Alles Töne der Bewegung, Signale des Fortschrittes. Die Bewegung als Zeichen des Lebens. Wer nicht mehr gehen kann wird betrauert, und wenn sich jemand überhaupt nicht mehr bewegt fragen wir uns ob derjenige noch lebt. Atmet er noch?
Ein. Aus.
Das beruhigende Geräusch des Atmens einer geliebten Person. Gerade wenn man seinem Partner neben sich hat und dieser vielleicht schon schläft fühlen wir uns wohl, denn dann gibt es kein Grund zur Sorge. Atmen wir dann leben wir, egal wie. Mal schwer vor Anstrengung, mal schnell von der Ekstase, mal keuchend weil wir krank sind, aber immer lebendig.
Stopp.
Wenn alles aussetzt und nichts mehr da ist, wenn nur noch die leere Hülle, der Körper einer Person übrig bleibt die wir geliebt haben und wir wissen er wird nicht wieder kommen, dann scheint die Zeit zu stehen und sie will nicht weitergehen, dann setzt unser Herz fast aus, wenn wir die Nachricht erhalten, dann bleiben wir stehen und der Fortschritt muss warten, dann scheint es als das die Welt für einen kurzen Moment die Luft anhält um mit uns zu trauern.
Zumindest für einen kurzen Augenblick
(In Gedenken an meinen Opa. Ich wünschte ich hätte dich besser gekannt als ich es jetzt behaupten kann. †26.12.2012)
Ein weiteres Jahr ist ins Land gezogen und wieder stehen wir am Anfang eines vollkommen neuen Jahres. Ein Jahr in dem man sich neue Ziele setzen kann. Ein Jahr in dem man altes vollenden kann. Ein Jahr in dem ich das tue was ich schon länger tun wollte.
Einige von euch werden da sitzen und jetzt denken: ‚Schon wieder eine dieser “Neujahrsansprachen“.. Oh man!!‘ Aber dies hier wird keine Aufzählung von guten Vorsätzen, davon gibt es bereits genug. Es ist ein Wachrütteln für mein zukünftiges Ich. Für dieses Ich, welches in ein paar Wochen oder Monaten keine Motivation mehr hat, keine Inspiration.
ICH WILL nicht mehr einfach nur tatenlos rumsitzen und zuschauen wie mein Leben an mir vorbei fliegt. Ich will etwas schaffen! Also setz deinen Arsch in Bewegung!!!
Auf Facebook habe ich eine to-do-Liste gepostet, welche ich auch in diesem Jahr schaffen will, ABER dies sind nur kleinere Dinge. Sachen bei denen ich mir dachte: ‚Ja! Das musst du mal gemacht haben!!‘ Meine eigentlichen Ziele sind größer, haben aber in dieser Liste nichts zu suchen, denn ich werde sie garantiert nicht in einem Jahr schaffen. Für manche Sachen braucht man eben etwas mehr Zeit als ein Jahr, vielleicht sogar mehr als 5 Jahre.
Das Geheimnis dabei ist nicht sich jeden Tag hinzusetzten und sich dazu zu zwingen daran weiter zu arbeiten. Das eigentliche Geheimnis, das große Problem hinter solchen Plänen ist es mit Spaß daran zu arbeiten, sich jeden Tag aufs Neue für diese Sache zu begeistern und den Tatendrang und die Lust aufrecht zu erhalten, welche uns diese eine Idee überhaupt erst ins Hirn gebrannt hat.
Erinnere dich daran wie du dich gefühlt hast! Lege einen Moment alles beiseite und genieße die Ruhe. Mache irgendetwas was dich zutiefst entspannt, lasse allen Druck fallen und dann denke an dein Ziel. Nicht an die Arbeit die von hier bis dahin vor dir liegt, nicht an die Zeit die noch vergehen wird. Nur an das, was du dir erträumt hast.
Und erst dann, wenn du glaubst das zu fühlen was du beim ersten Mal gefühlt hast, ERST DANN machst du weiter und du wirst sehen, das du mit Spaß bei der Sache bist.
Vielleicht weißt du es ja auch inzwischen besser und bist hart am Arbeiten, aber solange du es nicht besser weißt und du eine kleine Krise hast: Beweg deinen Hintern vor die Tür, schnapp dir deine altbekannten Leute und einen Basketball und entspann dich mal. Du wirst sehen wenn du vollkommen ausgepowert nach Hause kommst sieht alles schon ganz anders aus.
Das war es dann auch schon. Ich hoffe ich konnte dir behilflich sein.
MfG dein altes Ich
-pir0
(Da tumlbr meinen Autopost gestern nicht ausspucken wollte, hier nun der Post von Gestern)
Die liebe fraeulein-jach, welche ich schon seit den ersten Tagen hier bei tumblr mit großer Begeisterung verfolge, hat vor ein paar Tagen folgende Frage gekriegt:
Was denkst du ist das wichtigste beim Bloggen?
-http://anurbanist.tumblr.com/
Diese Frage hat sie mit einer einfachen, aber ebenso genialen Antwort bedacht, welche mir mal wieder zeigte, warum sie eine der ersten Personen war, die ich abonniert habe. Es ist immer wieder erstaunlich, wie Grund auf verschieden Menschen auf ein und dieselbe Frage antworten können, doch einige treffen halt eine bessere Wahl der Worte als andere. Ich glaube ich hätte so änlich auf die Frage reagiert, bin mir aber nicht so socher ob ich es hätte so ausdrücken können. Man lernt halt immer wieder dazu.
Ich glaube, dass Authentizität das Wichtigste ist. Denn das lieben wir doch am meisten an einem Blog: die Echtheit, die Ehrlichkeit. Wir mögen’s, wenn es menschelt und unter die Haut geht. Wir lieben’s, wenn’s glitschig und intim wird. Wir wollen im anderen einen Menschen erkennen, der genauso echt ist wie wir selbst. Und wir freuen uns, wenn er ein Stück von sich und seinem Leben mit uns teilt.
-http://fraeulein-jach.tumblr.com/
-pir0
Ein Lichtblitz, das grelle beißen von hellem Licht und ich war wach. Das Zimmer war hell erleuchtet, doch Ich wollte nicht, wollte noch nicht aufstehen und vergrub mein Gesicht in den Kissen. Es war gerade so angenehm warm und die letzten Bilder eines Traums huschten durch meine Gedanken. Ich war auf einer Straße gewesen und hatte einen Jungen gerettet, alle hatten mich bejubelt und dann war da diese Person gewesen, ganz in schwarz und…und…
Dann die Erinnerung. Der LKW, der Junge, der Kellner und das ganze zweimal!? Diese Person die hinter mir gestanden hatte, mir gesagt hatte ich solle ruhig bleiben, dass sie ein Freund sei.
Ich schreckte aus dem Halbschlaf hoch. Auf einmal war es gar nicht mehr so kuschelig warm. Dieser typische Geruch von Krankenhäusern stieg mir in die Nase. Eine Mischung aus Desinfektionsmitteln, gefilterter Luft und diesem Duft nach alten Leuten, der bei jeder Oma und jedem Opa immer gleich schien. Das Zimmer um mich herumdrehte sich etwas, was wahrscheinlich das Resultat meines plötzlichen Aufwachens war.
‚Ich hasse Krankenhäuser… Ich muss hier raus. ‘ Ich machte Anstalten aufzustehen, doch irgendetwas hielt mich zurück. Als ich die Decke zurückschlug sah ich dass ich mit einem Gurt um den Oberkörper an mein Bett gefesselt war. ‚Was zur Hölle?!‘ Nun heftig an dem Gurt zerrend saß ich da und bemerkte die Frau, welche in der hinteren Ecke des Raumes, neben dem Fenster saß und mich verwundert ansah, gar nicht.
„Hey, Cas! Lass das! Wenn du raus willst muss du den Arzt oder eine Schwester rufen.“ Erschrocken zuckte ich zusammen und drehte mich langsam um. Was wenn es diese ominöse Person war, die auch bei dem Déjà-vu auf einmal hinter mir stand? Was wollten die von mir? Hatten sie eventuell Antworten? Doch letztendlich es war nur Loona, meine beste Freundin. Wir waren diese Art von Freunden die zuerst für Geschwister und dann für ein Paar gehalten werden, obwohl wir uns nie Gedanken darüber gemacht hatten, irgendwie, irgendwann etwas miteinander anzufangen. Dazu war die Freundschaft viel zu wichtig.
„Loona! Was machst du denn hier?“ Tatsächlich war es eigentlich nicht weiter verwunderlich, warum nun ausgerechnet sie hier war, schließlich war sie meistens die erste die es mitbekam wenn irgendetwas mit mir nicht stimmte. Sie nannte es ihren Beschützerinstinkt, aber das sie nach so kurzer Zeit schon hier war, war schon etwas eigenartig.
„Ich bewundere die tolle Aussicht.“ Sagte sie und deutete auf das Fenster. „Echt interessant wie häufig in den letzten Tagen hier Leute mit Blaulicht eingeliefert wurden. Die Menschen sollten vorsichtiger sein, dann müssten sie auch weniger in die ihnen so verhassten Krankenhäuser.“ Während sie das sagte grinste sie mich an. Sie wusste genau wie sehr ich Krankenhäuser hasste und das ich mich niemals freiwillig würde einliefern lassen. Ich könnte wetten dass der Gurt sogar ihre Idee war, damit ich nicht ohne Erlaubnis aufstehen konnte.
„Ach was. Manche können ja nichts dafür, dass sie hier eingeliefert werden. Außerdem wie viele können es in den letzten… Moment mal!“ In dem Moment sprang mir einiges ins Auge. Loonas sonst so schöne eisblaue Augen waren blutunterlaufen, sie hatte Augenringe und ihre Haare waren ungekämmt, gerade so als hätte sie die letzte Nacht durchgemacht. Allgemein sah sie ziemlich fertig aus und hatte sie nicht von den letzten Tagen geredet? Wie lange hatte ich geschlafen?
„Verdammt Lu. Wie lange bin ich schon hier?“
„Seit 5 Tagen und keiner weiß was los war, beziehungsweise was du hast. Irgendjemand der dabei war, als du umgekippt bist, meinte du hättest einen kleinen Jungen vor einem LKW weggezogen und wärst daraufhin einfach zusammen geklappt. Zwischendurch war dann auch die Mutter des Kindes da und hat dir Blumen vorbei gebracht. Die Ärzte waren ratlos und konnten nicht sagen wann du aufwachst oder ob du überha…“ Sie war, während sie sprach, immer näher gekommen, bis sie neben meinem Bett stand und ihr die Stimme versagte. Ich sah Tränen in ihren Augen blitzen und konnte nichts sagen. Im Trösten war ich schon immer eine Niete und so zog ich sie nur zu mir und umarmte sie. Während in meinem Kopf die Gedanken ratterten sagte ich so etwas wie: „Jetzt bin ich ja wach.“ Oder „Ist schon gut.“
‚Verdammt! Seit 5 Tagen? Was war los? Das letzte woran ich mich erinnern kann ist diese Stimme. Diese Person. Sie wusste etwas, oder? Sie wusste dass ich ins Krankenhaus kommen würde und sie wusste auch das mit dem Déjà-vu. Ich muss sie finden, sie fragen was das war. Aber wie? Ich weiß gar nichts über die. Kein Anhaltspunkt, nichts!‘
Dann wurde ich aus meinen Gedanken gerissen, als in der Tür ein Arzt erschien und mich ansprach: „Ahh! Wie ich sehe ist der junge Herr endlich aufgewacht. Wie geht es ihnen? Wir hatten schon Sorge, dass ihnen etwas Ernsthaftes fehlt.“ Er wandte sich an Loona. „Miss Hammingway, ich verstehe die Freude über das Erwachen ihres Freundes, aber könnten sie uns einen kleinen Augenblick alleine lassen? Ich habe da ein paar Fragen an meinen Patienten.“
Ich wollte widersprechen und dem Arzt erklären, dass ich nichts dagegen hatte, wenn Loona hier bleiben würde, aber da nickte sie schon, wischte sich mit den viel zu langen Ärmeln ihrer Stoffjacke die Feuchte aus den Augenwinkeln und ging vor die Tür.
„Eine nette Freundin hast du da. Sie war nicht einmal eine Stunde nach deiner Einlieferung hier und ist seitdem nicht von deiner Seite gewichen. In der letzten Nacht ist sie dann für zwei, drei Stunden eingeschlafen, deswegen konnten wir dir erst da helfen. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass jemand vor uns bei dir sein wird. Also ich denke du hast ein paar Fragen. Leg los.“
Zuerst verwirrt über den plötzlichen Wechsel auf das „du“, wusste ich gar nicht was ich sagen sollte. Dann war ich nicht mehr zu stoppen.
„Waren sie das bei mir auf der Straße? Ich meine diese Person in dem schwarzen Mantel. Wer sind sie? Warum wissen sie von dem was ich da erlebt habe? Was war das überhaupt? Es war alles so eigenartig. Da war dieser Junge und er wurde überfahren und dann war es aber doch nicht so und er ist an mir vorbei gerannt und ich habe ihn gerade noch so zu fassen gekriegt und… und…“
Der Doktor lachte. „Haha ganz ruhig. Eins nach dem anderem. Fangen wir von vorne an. Mein Name ist Jan und ich bin wie du sicher schon vermutest kein Arzt. Ich bin ein Seher genauso wie du und genauso wie die Frau, die im schwarzem Mantel, auf der Straße hinter dir stand und dich beruhigen wollte.“
Jetzt verstand ich gar nichts mehr. „Ein Seher? Du meinst so etwas wie ein Hellseher? Das ist doch unmöglich.“
„Ist es das?“ Jan, so wie er sich vorgestellt hatte, lächelte und begann im Zimmer auf und ab zu gehen. „Du hast es doch selber erlebt. Du hast etwas gesehen bevor es passiert ist. Ist das nicht hellseherisch? Die Leute haben uns über die Zeit schon viele Namen gegeben. Propheten, Wahrsager, Hexen, Zauberer, Künder, Zeichendeuter, Warner, Mahner, Schutzengel, Erleuchtete und Prophezeier sind nur einige von ihnen.“
„Das war immer noch keine Erklärung auf das wie. Warum kann ich das und warum erst jetzt?“ Die Sache wurde immer verwirrender, je mehr Antworten ich erhielt. „Warum weiß davon keiner? Was tue ich jetzt? Und mach mich von dem verdammten Bett los!“ Ich zerrte schon wieder an dem Gurt, denn mit ihm konnte ich mich nicht richtig aufsetzen. Jan kam rüber und zückte aus einer Innentasche seines Kittels ein Klappmesser, womit er die Fessel endlich durch schnitt.
„Wie das Ganze funktioniert kann ich dir auch nicht sagen. Es hat irgendwas mit der Fähigkeit zu tun Krümmungen im Raum-Zeitgefüge erkennen zu können. Warum gerade du das kannst ist schwierig sagbar. Man muss bestimmte Voraussetzungen mit sich bringen, aber selbst wenn man sie besitzt kann man sich nicht sicher sein, ob die Fähigkeit wirklich auftritt.
Warum keiner davon weiß? Kannst du dir vorstellen was dann passieren würde? Einige würden uns als Helden feiern, andere würden uns verfolgen, uns aus der Gesellschaft raushaben wollen, während wieder andere an uns rum experimentieren wollen würden. Alles schon vorgekommen. Eigentlich tauchen immer nur einzelne Seher auf, aber in den letzten 50 Jahren ist unsere Zahl drastisch gestiegen. Deshalb ist es immer häufiger vorgekommen, dass sich mehrere von uns getroffen haben und bald haben wir kleine Gemeinschaften gebildet. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht durch die Gegend zu ziehen und die Menschheit vor Katastrophen zu schützen. Meistens gelingt es, vor allem bei kleineren Sachen, aber bei großen Fällen, welche viel Planung benötigen, kann es auch mal sein das wir es nicht schaffen. Kannst du dich an Tschernobyl erinnern? Da sind wir zu spät gekommen.
Nun zu deiner wichtigsten Frage, nämlich was tust du jetzt? Willst du das Ganze als Schwachsinn abtun und dein Leben weiterführen wie bisher oder willst du dich uns anschließen? Wir können dir helfen deine Fähigkeiten weiter auszubauen, dir lehren es zu kontrollieren und dann hilfst du uns aus dieser Welt einen besseren Ort zu machen. Das kannst du natürlich auch alleine machen, aber mit uns geht es um einiges schneller.“
Als er geendet hatte blieb er stehen, zwinkerte mir zu und reichte mir die Hand. „Was sagst du schlägst du ein und willst ein Held sein?“
Ich zögerte, denn ich hatte immer noch einige Fragen. ‚Das hört sich alles sehr Sciencefiction-mäßig an, aber er hat Recht. Ich habe es ja selbst erlebt und wollte ich nicht schon immer etwas in der Welt verändern? Wenn es mir zu bunt wird, kann ich ja immer noch aussteigen. ‘
„Also gut!“ sagte ich und schlug ein…
-pir0